Ich bin (Stand September 2013)

  • Direktkandidat der Piratenpartei zur Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis Rhein-Neckar (südlicher und süd-östlicher Rhein-Neckar-Kreis),
  • Listenkandidat (Platz 8) in Baden-Württemberg zur Bundestagswahl 2013,
  • stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbands Rhein-Neckar/Heidelberg
  • wohnhaft in Mühlhausen, 42 Jahre alt und verheiratet (zwei Kinder),
  • seit 1995 angestellt bei der SAP AG, derzeit im Produktmanagement Open Source,
  • seit 2006 Mitglied des Betriebsrats der SAP AG und dort u.A. Mitglied im Betriebsratsausschuss „IT-Werkzeuge, Prozesse und Datenschutz“
  • seit 2009 Mitglied der Gewerkschaft ver.di

Beruf und Tätigkeiten abseits von Arbeit und Politik

Seit 2006 verbringe ich nahezu 100% meiner Arbeitszeit mit Betriebsratsarbeit bei der SAP AG. Dort habe ich mich auf die Bereiche Mitbestimmung von technischen Einrichtungen und Datenschutz spezialisiert. Weiterhin bin ich im Vorstand der ver.di- Betriebsgruppe bei SAP aktiv. Vor meiner Wahl in den Betriebsrat habe ich mich seit 1999 berufich mit der Integration von SAP-Software mit Linux und Open Source beschäftigt, zuletzt als globaler Technologiekoordinator.

In meiner Freizeit bin ich gerne handwerklich tätig. Neben Hausautomation beschäftige ich mich gerne mit Schreiner- und Tischlerarbeiten in und rund um mein Haus. Mein Lieblingsreiseziel ist Italien, wo ich immer wieder aufs Neue von Menschen, Landschaft, Kunst und Küche begeistert werde. Als ehrenamtlicher Fallschirmsprunglehrer gehe ich gerne in die Luft, aber auch mal unter Wasser beim Gerätetauchen. Wenn ich noch Zeit dazu finde, dann mache ich noch gerne Musik; entweder alleine auf der Akustik-Gitarre oder bei Jam-Sessions an der elektrischen Gitarre.

Betriebsratarbeit prägt politische Tätigkeit

In meiner Rolle als Betriebsratsmitglied arbeite ich viel direkt mit Menschen zusammen. Hieraus ergab sich auch mein verstärktes Engagement in Sozialthemen, Arbeitsrecht und Beschäftigungspolitik sowie eine gebündelte Lebenserfahrung durch die Vielzahl von betreuten Einzelfällen. Doch darüber hinaus förderte die Betriebsratstätigkeit auch auf struktureller Ebene meine Eignung für die Politik: Betriebsratsarbeit erfordert sorgfältiges und verantwortungsvolles Handeln, da die Konsequenzen viele Menschen betreffen. Unsaubere Arbeit oder Formfehler münden schnell in kollektive soziale oder finanzielle Nachteile von knapp 12.000 Menschen, teilweise auch in existenzielle Nachteile Einzelner – daher ist hier eine verantwortungsbewusste Arbeitseinstellung unerlässlich.

Keine Privatisierung staatlicher IT-Infrastruktur!

Neben den genanten Bereichen liegt mir auch FLOSS (Free/Libre Open Source Software) am Herzen. Das ist eine Unabhängigkeitserklärung von privatwirtschaftlich handelnden Unternehmen. Der Einsatz von proprietärer Software in Behörden ist vergleichbar mit der Privatisierung von staatlicher Infrastruktur bzw. Public-Private-Partnership. Es ist z.B. völlig unklar, ob zukünftig gewünschte bzw. geforderte Funktionalität überhaupt implementiert wird, Freie Software erlaubt beliebige Änderungen. Proprietäre Dateiformate binden langfristig an ein Softwareprodukt um die eigenen Daten überhaupt noch lesen zu können, freie Formate sind mit verschiedenster Software, auch für den Bürger, lesbar.

Paradigmenwechsel in der Sozialpolitik

Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist ein revolutionärer Ansatz, der etliche derzeit existierende soziale Maßnahmen des Staates ersetzen soll. Es ist allerdings auch ein Generationenprojekt, und es ist wichtig die Diskussion über das BGE in der Gesellschaft zu führen. Detaillierte kleine Verbesserungen des bestehenden Sozialsystems ins Programm zu nehmen, wenn man langfristig einen Paradigmenwechsel will, sind meiner Ansicht nach unredlich, daher ist es gut, dass die Piratenpartei auch darauf verzichtet.

Begrenzung der Leiharbeit und Teilzeitmodelle

Ich vertrete den Standpunkt, dass die Deregulierung der Leiharbeit zurückgenommen werden muss. Dieses Arbeitsmodell entwickelt sich in die Richtung einer modernen Sklaverei. Equal Pay darf nicht durch Tarifregelungen der Verleiher unterlaufen werden können, und es sollte einen Anspruch auf Festanstellung der Leiharbeitnehmer beim Entleiher geben, ähnlich wie die Regelungen zu Kettenarbeitsverträgen. Es soll einen gesetzlichen Anspruch auf Anhebung der Arbeitszeit aus der Teilzeit heraus geben, so wie es auch einen gesetzlichen Anspruch auf Reduzierung der Arbeitszeit in Teilzeit gibt.